Big Data – Dreht sich doch nur alles um die Größe?

Alle Welt spricht von Big Data, jedoch ab wann ist Small Big und ab wann lohnt es sich ins Big Business einzusteigen. Ab welcher Datenmenge und Datengröße können Unternehmer von Big Data reden? Viele kleine und mittelständische Unternehmen wiegen das Für und Wider von Big Data ab, aber benötigen sie diese Umstellung überhaupt?

Große Datenmengen können für Unternehmen einen großen Wert, als strategischen Rohstoff, einnehmen. Ab welcher Größe der angesammelten Daten kann von „Big“ Data gesprochen werden. Kleine und mittelständische Unternehmen speichern auch ihre Daten, jedoch ab welcher Datenmenge lohnt es sich für diese Betriebe ins große Datengeschäft zu investieren um betriebliche Abläufe zu optimieren.

 

Größe ist relativ.

2016 haben wir innerhalb von 7 Minuten 5.000 Milliarden Gigabyte erzeugt. Im Jahre 2003 entsprachen diese Datenmenge die Gesamtheit aller bis dahin erzeugten Daten. Im Vergleich zu 2016 ist davon auszugehen, dass 2025 das weltweite Datenaufkommen sich verzehnfacht. Die exponentielle Entwicklung vom Datenaufkommen geht auf das Internet der Dinge zurück, welche zukünftig einen immer größeren Teil einnehmen wird.

Im Jahr 2000 kam der erste USB-Stick mit dem Namen „Memory Key“ auf dem Markt, mit einer Speicherkapazität von nur acht Megabyte und kostete stolze 50 Dollar. Im Vergleich können wir mit 1 Megabyte Internetvolumen 500 bis 1.000 Nachrichten über WhatsApp verschicken. Heutige handelsübliche USB-Sticks haben Speicherkapazitäten bis 128 GB, das wären 16.384 „Memory Keys“.

 

Ist die Menge an Daten essenziell?

Natürlich ist eine Grundmenge von Daten die Grundlage, jedoch ist die Komplexität, Konsistenz und Struktur der Daten ausschlaggebend, ob diese manuell verarbeitet werden können. Der Begriff „Big Data“ definiert sich durch die V“-Eigenschaften:

  • Volumen, die Größe der Daten
  • Velocity, die Geschwindigkeit der Verarbeitung und Veränderung,
  • Variety, die verschiedenen Formate von Daten

 

Hier wird die Wichtigkeit des Datenvolumens ersichtlich, alle drei Faktoren stehen im Zusammenhang mit der Datengröße. Doch ab wann lohnt sich nun Big Data Management? Ein paar hundert Gigabyte, mehrere Terabyte oder doch fünfzig Petabyte? Da die Ansicht ob eine Datenmenge groß erscheint stark im Zusammenhang mit dem aktuellen Technologiestand zu betrachten ist, ist das Datenvolumen als Entscheidungsgrund einzubeziehen aber sollte nicht als Maß der Dinge betrachtet werden. Ein weiterer wichtiger Punkt, der bei der Entscheidung ins Big Data Management betrachtet werden muss ist ob die technischen Voraussetzungen gegeben sind um Big Data nutzen zu können.

Für die, welche ein ungefähre Zahl zum anpeilen benötigen hat die IDC im Jahre 2012 eine Umfrage mit deutschen Unternehmen durchgeführt. In der sie gefragt haben, ab welcher Datenmenge diese von Big Data sprechen. Das Ergebnis gab die Orientierung bei 100 Terabyte wieder. Unter der Annahme, dass sich das weltweite Datenaufkommen alle zwei Jahre verdoppelt, liegt 2018 der ungefähre Anhaltspunkt bei 800 Terabyte.