DAS TEILPROJEKT III DES DIKO-PROJEKTS

 

Die Arbeitswelt befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Industrielle Prozesse verändern sich und insbesondere Produktionsprozesse werden in Industrie 4.0-Umgebungen mittels moderner Informations- und Kommunikationstechnik so verbunden, dass eine weitestgehend selbstorganisierte Produktion ermöglicht wird. Dabei wird nicht nur ein Produktionsschritt, sondern die ganze Wertschöpfungskette betrachtet.Das Teilprojekt III des diKo 19-Projekts soll eine vollautomatisierte Produktionslinie in der Lebensmittelindustrie (Fischverarbeitung) liefern. Die beiden Fachbereiche der WHZ arbeiten dabei mit einem regionalen Unternehmen in Form der Fisch Pflug Zwickau GmbH zusammen.

Projektlaufzeit:

06/2017 - 12/2019

Projektleitung (Fakultät):

Herr Prof. Dr. Christoph Laroque (Wirtschaftswissenschaften)

Kontakt:

Herr Prof. Dr. Christoph Laroque

+493755363221
christoph.laroque@fh-zwickaude

Kooperationspartner:

Förderemittel:

SMWK

Stichworte bzw. Deskriptoren:

Wachstumspotenziale in der Lebensmittelindustrie

 Aufgrund der speziellen Eigenschaften der Lebensmittelindustrie und den daraus resultierenden Hygiene- und Qualitätsanforderungen für automatisierte Lösungen ist die Automation in diesem Industriezweig nur rudimentär ausgeprägt. Dabei ist die Lebensmittelindustrie eine der größten Industriebranchen in Deutschland.

Aus diesem Grund haben Prof. Dr. Christoph Laroque der Fakultät Wirtschaftswissenschaft und Prof. Dr. Peter Hartman der Fakultät Physiskalische Technik/Informatik das Projekt zur „Digitalisierung in der Lebensmittelindustrie“ gestartet. In dem Projekt sollen geeignete Sensoren und optische Verfahren zur Verbesserung der Qualitätssicherung entwickelt werden. Durch die Integration der Sensordaten in bestehende Wertschöpfungsketten und die Kombination mit Aktoren sowie Regelmechanismen soll außerdem eine vollautomatisierte Produktion ermöglicht werden. Die gesammelten Prozessdaten bilden zudem die Grundlage für ausführliche Analysen, welche widerum als Grundlage zur Ableitung von Ursache-Wirkungszusammenhänge oder auch zu Vorhersagen für die Instandthaltung der verwendeten Maschinen genutzt werden können.

 

Fischverarbeitung als Demonstrator

Die Umsetzung der im Projekt entwickelten Methoden erfolgt innerhalb eines Demonstrators zur Verarbeitung von Fischfilets. Auf dessen Basis sollen die Projektergebnisse für ihre Allgemeingültigkeit in der Lebensmittelindustrie abstrahiert werden.

Aufgaben

1. Entwicklung spezifischer, optischer Sensorik zur Automatisierung und Verbesserung der Qualitätskotrolle der industriellen Lebensmittelbearbeitung in KMU und deren Integration in bestehende Wertschöpfungsprozesse

2. Analyse von Ursachen-Wirkungszusammenhängen im Qualitätsmanagement der betrachteten Prozesse auf Basis der erzielten Sensor-Informationen – Ableitung quantifizierbarer Korrelationen und Entwicklung von datengestützten Prozessprognosen

3. Weiterentwicklung dieser Steuerungsinformationen zu praxistauglichen Vorhersage-Mechanismen zur echtzeitnahen, präventiven Instandhaltung der Maschinen (Prescriptive Analytics)

4. Integration der verfügbaren Daten und Auswertungen in die bestehenden, betrieblichen Informationssysteme (ERP, MES, etc.)